Die Statistik-Startseite war lange eine Sammlung einzelner Widgets: ein paar Kennzahlen, einige Diagramme, daneben Top-Reports und klinische Merkmale. Das reichte für einen schnellen Blick, aber nicht für das, was man von einer Einstiegsseite eigentlich erwartet: einen zusammenhängenden Überblick über den gewählten Scope und Zeitraum, mit Einordnung und klaren nächsten Schritten.
In den letzten Wochen habe ich die Overview deshalb grundlegend überarbeitet. Das Ergebnis ist ein überarbeiteter Overview, welcher KPIs, Benchmark-Einordnung, Klinik-Insights und die bekannten Charts zu einer Seite zusammenführt.
Kennzahlen mit Kontext statt isolierter Zahlen
Oben auf der Seite stehen jetzt sechs zentrale Kennzahlen: Fälle pro Tag, Median-Alter, Anteil über 80 Jahre, Nachtanteil, Wochenendanteil und Median-Transportzeit. Jede Kachel zeigt den aktuellen Wert im gewählten Zeitraum und stellt ihn dem Vergleichszeitraum gegenüber, mit absoluter Differenz und Verhältnis. So sieht man auf einen Blick, ob sich etwas verändert hat, ohne erst in Einzelreports zu springen.
Die Beschriftungen passen sich dem gewählten Zeitraum an. Bei kurzen Perioden heißt es „Fälle pro Tag", bei längeren Zeiträumen entsprechend anders. Nutzer ohne eigene Klinik-Zuordnung bekommen bei der Fälle-pro-Tag-Kennzahl einen erklärenden Hinweis, damit die Zahl nicht missverstanden wird.
Darunter folgen Benchmark-Zusammenfassung und Abweichungen aus dem bekannten Benchmarking-Bereich, kompakt als Scorecard und als Liste auffälliger Unterschiede. Wer tiefer einsteigen will, findet direkt den Link zum vollständigen Benchmarking-Dashboard.
Klinik-Insights und Indikationsüberblick
Für Klinik-Inhaber und Teilnehmer mit passenden Berechtigungen zeigt die Overview jetzt Klinik-Insights: Hinweise darauf, wie die eigene Einrichtung im gewählten Zeitraum im Vergleich zum Vorzeitraum abschneidet, mit Verweis auf das Benchmarking. Diese Logik stammt ursprünglich aus dem Engagement-Bereich und wurde für die Statistik-Startseite wiederverwendet.
Daneben gibt es einen kompakten Indikationsüberblick mit den wichtigsten Verdachtsdiagnosen im Scope. Das ersetzt nicht die Indikationsprofile aus Devlog #8 oder den Vergleich aus Devlog #14, aber es liefert den schnellen Einstieg, bevor man in die Tiefe geht.
Charts, Top-Reports und der Weg in den Explorer
Der untere Bereich der Seite zeigt die gewohnten Visualisierungen: Zeitreihe der Einsätze, Wochentags-Heatmap, Altersverteilung, Geschlechter- und Dringlichkeitsverteilungen, klinische Merkmale und Transportarten. Viele dieser Charts verlinken inzwischen direkt in passende Ansichten der Analyse-Bibliothek, wie ich in Devlog #16 beschrieben habe. Die Overview bleibt der kompakte Einstieg, der Explorer die Vertiefung.
In der Seitenleiste finden sich weiterhin die Top-Reports nach Fachabteilung, Anlass und Infektion. Auch hier führen die Links in den Explorer, statt auf separate Statistikseiten.
Inhalte unterhalb des sichtbaren Bereichs werden beim Scrollen nachgeladen, damit die Seite auch bei vielen Daten schnell startet. Der Datenqualitäts-Hinweis oben rechts wird im Leerlauf nachgeladen, damit er den ersten Seitenaufbau nicht verzögert.
Smarter Standardzeitraum
Wer die Overview ohne explizite Periodenauswahl öffnet, bekommt automatisch den sinnvollsten Zeitraum vorgeschlagen. Wenn genug Daten vorhanden sind, ist das die letzten zwölf Monate. Bei dünnen Datenbanken bleibt es beim bisherigen Verhalten mit dem gesamten verfügbaren Zeitraum. So landet man in der Regel direkt in einem Zeitraum, der für Auswertungen wirklich etwas hergibt.
Was als Nächstes kommt
Das neue Overview ist kein Ersatz für Indikationsprofile, Benchmarking oder den Analysis Explorer. Es ist die Klammer darüber: schneller Überblick oben, Vertiefung per Klick darunter. Einige Charts auf der Overview haben noch keine passende Bibliotheks-Ansicht, etwa die Transportzeit-Buckets. Die kommen nach, sobald die zugrunde liegende Dimension im Explorer verfügbar ist. Wenn euch auf der neuen Startseite etwas fehlt oder unklar ist, freue ich mich wie immer über Feedback über die Sprechblase in der Anwendung.