In Devlog #12 habe ich klinikbezogene Berechtigungen eingeführt, darunter auch das Recht zum Export. Bisher war damit vor allem gemeint, dass man prinzipiell exportieren darf. Jetzt gibt es die erste konkrete Export-Funktion: Klinik-Inhaber und berechtigte Associated Users können ihre Allocation-Daten als CSV herunterladen.
Daten mitnehmen statt nur in der Plattform betrachten
Statistiken, Explorer und Indikationsprofile eignen sich gut, um Muster zu erkennen und Kennzahlen zu vergleichen. Manchmal braucht man die Rohdaten aber außerhalb der Anwendung: für eine interne Auswertung in Excel, eine Qualitätsrückschau im Klinikteam oder eine Präsentation, die nicht live aus der Plattform kommen soll. Genau dafür ist der neue Export gedacht.
Erreichbar ist er unter Hospitals → Export. Wer keine Export-Berechtigung für mindestens eine Klinik hat, sieht die Seite nicht. Administratoren und Klinik-Inhaber mit Export-Recht schon.
Filter wie in der Anwendung, Export als Daten
Das Export-Formular folgt dem Aufbau, den ihr von den Statistik-Filtern und der Allocation-Liste kennt. Oben wählt man die Kliniken, standardmäßig alle, für die man exportieren darf. Darunter legt man einen Zeitraum fest, als durchgehendes Intervall aus Datum und optionaler Uhrzeit. Ohne Uhrzeit gilt Tagesanfang oder Tagesende.
Im Bereich Einsatz lassen sich Dringlichkeit, Zuweisung, Anlass, Indikation, Transportart, Sekundärtransport, Fachabteilung und Fachrichtung einschränken. Auch der Filter für geschlossene Abteilungen ist dabei. Unter klinischer Versorgung stehen die bekannten Merkmale wie Reanimation, Schock oder Infektion zur Verfügung. Optional lässt sich eine zusätzliche Spalte mit dem ursprünglichen Indikationstext aus dem Import aktivieren, neben der normalisierten Indikation.
Die CSV-Datei enthält lesbare Werte: Geschlecht, Dringlichkeit und Transportart erscheinen übersetzt, nicht als interne Codes. Datumswerte sind einheitlich formatiert, Ja/Nein-Felder als 0 und 1. So lässt sich die Datei direkt weiterverarbeiten, ohne erst Lookup-Tabellen zu brauchen.
Erst schätzen, dann herunterladen
Große Exporte können Server und Browser belasten. Deshalb läuft der Export in zwei Schritten. Zuerst klickt man auf Export vorbereiten. Die Anwendung zählt, wie viele Datensätze exportiert würden, und zeigt das Ergebnis an. Liegen mehr als 40.000 Fälle vor, erscheint eine Warnung. Ab 50.000 wird der Export blockiert, mit dem Hinweis, die Filter enger zu setzen.
Erst wenn die Schätzung passt, erscheint der Download-Button. Die CSV wird als Stream erzeugt, ohne alles vorher im Speicher aufzubauen. Der Dateiname enthält das aktuelle Datum.
Jeder Export wird protokolliert: wer exportiert hat, für welche Kliniken, mit welchen Filtern und wie viele Zeilen. Das hilft bei Nachfragen und macht nachvollziehbar, wann Daten die Plattform verlassen haben.
Anknüpfung an Berechtigungen
Der Export respektiert die Berechtigungen aus Devlog #12 konsequent. Nur Kliniken mit Export-Recht erscheinen in der Auswahl. Versucht jemand, Kliniken ohne Berechtigung mitzunehmen, greifen die üblichen Zugriffskontrollen. Associated Users mit explizitem Export-Recht können damit genau die Daten ihrer Klinik mitnehmen, ohne Zugriff auf fremde Einrichtungen zu bekommen.
Was als Nächstes kommt
Aktuell gibt es den Allocation-CSV-Export als ersten Export-Typ. Die dahinterliegende Infrastruktur ist bewusst generisch aufgebaut, sodass weitere Exporte später leichter ergänzt werden können. Wenn euch Spalten fehlen oder Filter-Kombinationen unerwartete Ergebnisse liefern, freue ich mich wie immer über Feedback über die Sprechblase in der Anwendung.